Das Ende der Sowietunion und die damit einhergehende Grenzöffnung
veranlasste einen Großteil der "Russlanddeutschen", ihr Glück in der
Heimat ihrer Vorfahren zu suchen. So ganz rissen die Verbindungen in die
Region zwischen Ekaterinburg und Krasnojarsk, zwischen Kustanay und
Almaty aber natürlich nicht ab und so baute sich in den 90er Jahren
zwischen Deutschland, Russland und Kasachstan ein reger Flugbetrieb auf.
Da die erste Anlaufstelle auf deutschem Boden i.d.R. das
Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen war, siedelten sich viele
Russlanddeutsche bald in Niedersachsen an bzw. bekamen dort Unterkünfte
zugewiesen. Das war sicherlich der Hauptgrund dafür, dass besonders
viele Flugverbindungen zum Flughafen Hannover zustande gekommen sind.
Die meisten Verbindungen wurden nur im Sommer geflogen, stark
frequentierte Routen von einigen Airlines aber auch ganzjährig. Bis etwa
in Jahr 2006 waren in der Hauptsaison rund ein dutzend Airlines aus
Russland, Weißrussland, Kasachstan und Kirgistan in Hannover zu sehen.
In den Folgejahren nahm diese Zahl stetig ab und im Jahr 2014 sind
gerade noch vier Airlines übrig geblieben. Seit 2011 wird zudem keine
der Linienverbindungen mehr mit russischem Gerät geflogen.